-
11.12.2024
- → Ausland
Israels Premierminister wegen Korruption vor Gericht
Tel Aviv. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Dienstag erstmals in dem gegen ihn laufenden Korruptionsprozess ausgesagt. »Ich habe acht Jahre auf diesen Moment gewartet, um die Wahrheit zu sagen«, behauptete der Chef der rechten Likud-Partei im Gerichtssaal in Tel Aviv. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, dem Unternehmen Bezeq im Gegenzug zu einer positiven Berichterstattung auf einer Nachrichtenwebsite Vergünstigungen in Millionenhöhe gewährt zu haben. Der 75jährige ist der erste amtierende Regierungschef des Landes, der unter Anklage steht. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!