Zum Inhalt der Seite

Bosch plant Massenentlassung

Gerlingen. Bis zu 5.500 Stellen will Bosch streichen, 3.800 davon in der BRD, teilte eine Unternehmenssprecherin am Freitag mit. Verhandlungen mit den Belegschaftsvertretern würden nun aufgenommen, »um den Abbau halbwegs sozialverträglich zu gestalten«. Die 72.000 Beschäftigten in der Zuliefersparte schützt bis 2027 eine Vereinbarung vor betriebsbedingten Kündigungen. Bis dahin vernichte Bosch 3.500 Stellen im Bereich automatisiertes Fahren. Die Fahrzeugproduktion würde stagnieren, »wenn nicht sogar leicht zurückgehen«, begründete Bosch seinen Streichplan. In der Branche lägen erhebliche Überkapazitäten vor. Dennoch würde zwecks Wettbewerbsfähigkeit zukünftig mehr auf Werke im Ausland zurückgegriffen. Betriebsratschef der Zuliefersparte, Frank Sell, sprach von einem »Schlag ins Gesicht« und kündigte Widerstand »auf allen Ebenen« an. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2024, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!