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ÖRR gegen Novelle von Medienstaatsvertrag

Mainz. Gegen die Aktualitätsklausel im Medienstaatsvertrag regt sich Widerstand. »Viele Beiträge würden zu spät erscheinen oder ganz wegfallen«, warnte Wolfhard Kahler, Redaktionsleiter des Portals hessenschau.de gegenüber ­Horizont am Donnerstag. Vor zwei Wochen hatte die Rundfunkkommission der Länder eine Reform angestoßen. Unter anderem sieht der Entwurf vor, die Onlineangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) weiter einzuschränken. Durften diese bisher »nicht presseähnlich« sein, den privaten Medienkonzernen also keine Konkurrenz machen, könnte das Angebot bald auf »nachträgliche Aufbereitung« der Sendungen beschränkt werden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2024, Seite 14, Medien

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