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Tunesien: Gewalt gegen Geflüchtete

Tunis. Nach einem Pressebericht über sexuelle Gewalt tunesischer Einsatzkräfte gegen Migrantinnen hat die EU-Kommission eine Untersuchung gefordert. Dies sagte Kommissionssprecherin Ana Pisonero am Dienstag in Brüssel. »Das Migrationsmanagement« müsse im Einklang mit den Menschenrechten erfolgen. Die britische Zeitung The Guardian hatte vergangene Woche unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, Angehörige der tunesischen Nationalgarde und andere Kräfte hätten viele Migrantinnen sexuell belästigt, geschlagen oder sogar vergewaltigt. Das Blatt berichtete zudem über ein Flüchtlingslager nördlich der tunesischen Küstenstadt Sfax, in dem »entsetzliche« Zustände herrschten und zu dem Menschenrechtsorganisationen keinen Zugang hätten. Im Juli 2023 hatte die EU mit Tunesien einen Migrationspakt abgeschlossen. Er sieht 105 Millionen Euro für Tunesien vor, dabei war zum damaligen Zeitpunkt bereits bekannt, dass das Land Menschen ohne Wasser in die Wüste trieb. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2024, Seite 7, Ausland

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