Zum Inhalt der Seite

Verdi: Berliner Senat will Streikrecht einschränken

Berlin. Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Berliner Senat vor, über eine Notdienstvereinbarung im Streikfall bei den Kitaeigenbetrieben eine Einschränkung des Streikrechts anzustreben. Wie Verdi am Dienstag mitteilte, gingen Gespräche über eine solche Regelung ergebnislos zu Ende, nachdem Senat und die Geschäftsleitungen der Kitaeigenbetriebe forderten, im Streikfall müssten »70 bis 80 Prozent der Betreuung abgesichert werden und alle Einrichtungen geöffnet bleiben«.

Das sei eine Einschränkung des Streikrechts der Beschäftigten »durch die Hintertür« und würde dies unverhältnismäßig begrenzen. Der Senat solle sich »klarmachen, dass das Grundgesetz auch für pädagogische Fachkräfte gilt«, sagte die Verdi-Landesbezirksleiterin Berlin-Brandenburg, Andrea Kühnemann. Vergangene Woche hatten Verdi und GEW für einen Erzwingungsstreik im Kampf für einen Entlastungstarifvertrag gestimmt. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2024, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • B.S. aus Ammerland 24. Sept. 2024 um 22:52 Uhr
    Komisch, das ist auch etwas, was die AfD sehr gerne sehen würde. Aber die im Dunklen sieht man nicht? Kann mal passieren!
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!