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US-Langzeitgefangener wird entschädigt

Washington. Fast 50 Jahre nach einem Fehlurteil gegen einen wegen Mordes verurteilten unschuldigen Schwarzen in den USA erhält der Betroffene mehr als sieben Millionen US-Dollar (rund 6,4 Millionen Euro) Entschädigung von der Stadt Edmond im Bundesstaat Oklahoma. Am Montag stimmten die Stadtverordneten für einen entsprechenden Vergleich, um Ansprüche von Glynn Simmons gegen die Stadt und einen Polizisten zu regeln. Dies berichtete AFP am Donnerstag. Simmons und ein weiterer Verdächtiger waren 1975 zum Tode verurteilt worden, weil sie angeblich im Jahr zuvor einen 30jährigen bei einem Raubüberfall ermordet hatten. Ihre Strafen wurden später in lebenslange Haft umgewandelt. Die Verurteilung basierte ausschließlich auf der Zeugenaussage einer Jugendlichen. Während Simmons’ Mitangeklagter 2008 aus dem Gefängnis entlassen wurde, kam er erst im vergangenen Jahr frei. Damit hat der mittlerweile 71jährige mehr Zeit im Gefängnis zugebracht als jeder andere Häftling in der US-Geschichte. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.08.2024, Seite 6, Ausland

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