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Gericht eröffnet Insolvenzverfahren für Modekonzern Esprit

Foto: Sebastian Kahnert/dpa
In Schieflage: Das Modehaus Esprit

Düsseldorf. Das Amtsgericht Düsseldorf hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die in Ratingen ansässige Esprit Europe GmbH sowie sechs weitere deutsche Gruppengesellschaften des Modekonzerns eröffnet. Das geht aus einer Bekanntmachung des Gerichts auf dem Portal insolvenzbekanntmachungen.de hervor.

Das Unternehmen verschickte eine Pressemitteilung. Die rund 1300 betroffenen Mitarbeiter seien informiert worden. Mit den Betriebsräten würden Verhandlungen über Sozialpläne und Interessenausgleich geführt, die Zahlung der Gehälter sei gesichert, bis insolvenzrechtliche Kündigungen wirksam würden.

Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung hatte Esprit im Mai Insolvenz für sein Europageschäft angemeldet. Zuletzt verhandelte die Geschäftsführung der Esprit Europe GmbH mit potentiellen Investoren. Nach der Zustimmung der Gläubigerausschüssen und des Sachwalters sollen in den kommenden Tagen verbindliche Gespräche mit zwei Bietern geführt werden.

Esprit ist weltweit in rund 40 Ländern aktiv und hat seine Hauptzentralen in Ratingen und in Hongkong. Deutschland ist der wichtigste Markt für den Konzern. Bundesweit gibt es nach Unternehmensangaben 57 Filialen, in Europa 124. Der Modekonzern Esprit hatte bereits im Jahr 2020 ein Schutzschirmverfahren für mehrere deutsche Gesellschaften beantragt. Damals wurden rund 50 Filialen in Deutschland geschlossen, etwa 1.100 Stellen gestrichen. (dpa/jW)

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Erschienen am 02.08.2024, Kapital & Arbeit

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