31.07.2024
Kästner, Möckel, Kohlert
Von Jegor Jublimov
Der spätere bundesdeutsche »Kritikerpapst« Marcel Reich-Ranicki stieß als 20jähriger im Warschauer Ghetto auf den 1936 in der Schweiz erschienenen Lyrikband »Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke«. Für ihn waren die Gedichte eine Offenbarung, aber das Buch war geborgt, und Ranickis Freundin und spätere Ehefrau Tosia schrieb alle Texte für ihn fein säuberlich ab. Als Erich Kästner, der als Nazigegner Schreibverbot hatte, die Ghettoepisode viele Jahre später erf...
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