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Polen errichtet Pufferzone zu Belarus

Warschau. Polen führt ab Donnerstag wieder eine abgeriegelte Pufferzone entlang seiner Grenze zu Belarus ein. Ziel sei es, illegale Einreisen zu erschweren und die Bedingungen für vor Ort stationierte Grenzbeamte, Armee und Polizei zu verbessern, sagte der polnische Regierungschef Donald Tusk laut AFP-Meldung vom Dienstag. »Auf etwa 45 Kilometern wird das Gebiet etwa 200 Meter tief sein«, ergänzte Vizeinnenminister Czesław Mroczek im Fernsehsender TVN 24. Um den Białowieża-Urwald werde die Zone etwas größer sein. 2021 hatte die damalige Regierung ein breites Gebiet entlang der gesamten Grenze abgeriegelt, das außer örtlichen Bewohnern niemand betreten durfte – auch nicht Journalisten und Angehörige von Hilfsorganisationen. Ein Jahr später errichtete Polen einen fünf Meter hohen, mit Bewegungsmeldern und Tausenden Kameras ausgerüsteten Metallzaun entlang der Grenze zu Belarus. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2024, Seite 7, Ausland

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