Zum Inhalt der Seite

»Wirtschaftsweise« gegen »Rente mit 63«

Berlin. Die Chefin der »Wirtschaftsweisen«, Monika Schnitzer, fordert laut dpa-Meldung am Sonntag eine Rentenreform: »Wir können es uns nicht leisten, einfach die Renten weiter so steigen zu lassen wie bisher.« Zudem sei die »Rente mit 63« »nicht zielgenau«. Der abschlagsfreie Rentenanspruch nach 45 Beitragsjahren betreffe Beschäftigte, »die durchschnittlich verdient haben und überdurchschnittlich gesund sind«, behauptete die »Wirtschaftsweise«. Es seien Menschen, die »eigentlich noch weiterarbeiten könnten«.

Der Sozialverband VdK widersprach Schnitzer gleichentags und bezeichnete die ursprünglich von der FDP angestoßene Debatte als »realitätsfremd«. Wer von der »Rente mit 63« Gebrauch mache, sei zumeist »körperlich verschlissen, psychisch ausgebrannt« oder könne mit dem Arbeitstempo »nicht mehr mithalten«. Schon heute sei der Anspruch erst ab 64 Jahren und vier Monaten nutzbar. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2024, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!