Zum Inhalt der Seite
Koloniale Erfolgsstory

60 Gulden

Der Verkauf von »Manhattan« an die Niederländer gilt noch immer als ein Supergeschäft. 60 Gulden hatten die Kaufleute den Ureinwohnern für die Halbinsel bezahlt. So schrieb es der Beauftragte der Handelsmission, Pieter Schaghen, an die Handelsgesellschaft. Der Brief gilt als Geburtsurkunde New Yorks. Das Amsterdam Museum erzählt nun die Kehrseite der kolonialen Erfolgsstory, und zwar gemeinsam mit dem Stadtmuseum von New York und erstmals mit Vertretern der Lenape, der ursprünglichen Bewohner des heutigen NYC-Stadtbezirks: »Mana­hahtáanung oder Neu-Amsterdam? Die indigene Geschichte von New York« ist ab Donnerstag zu sehen. Das Narrativ des »Verkaufs von Manhattan« sei »Unsinn«, sagte einer der spirituellen Führer der Lenape aus Delaware, Brent Stonefish, in Amsterdam. »Unsere Vorfahren haben das Land, die Natur nie als ihr Eigentum angesehen. Es ist absurd zu denken, dass wir es für einen Spottpreis verkauft hätten.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2024, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!