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16.05.20241 Leserbrief
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Provokation in Südchinesischem Meer
Manila. Philippinische Fischer haben am Mittwoch versucht, das von China beanspruchte Scarborough-Riff im Südchinesischen Meer zu erreichen. Schiffe der chinesischen Küstenwache nahmen daraufhin die Verfolgung auf, wie AFP berichtete. Demnach hätten die Fischerboote auch Bojen ausgesetzt, um ihr Recht auf das Gebiet geltend zu machen. Die etwa 200 Menschen an Bord der fünf Kutter schwenkten Nationalflaggen und riefen »Die Philippinen gehören uns, China raus!« Auf hoher See wurde der Konvoi von einem Schiff der philippinischen Küstenwache begleitet. In Beijing bekräftigte der Sprecher des Außenministeriums, Wang Wenbin, China habe die »unbestreitbare Souveränität« über das Scarborough-Riff. Den Philippinen drohte er mit »Gegenmaßnahmen«, falls die chinesische Oberhoheit verletzt werde. (AFP/jW)
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Onlineabonnent*in Marian R. 16. Mai 2024 um 16:10 UhrDas sozialistische China schafft Fakten, indem es Atolle/Riffe in diesem Seegebiet als Stützpunkte/ Flughäfen ausbaut und Fischerboote vertreibt, obwohl es immer betont, Streitigkeiten im beiderseitigen Interesse lösen zu wollen. Worte und ihnen entgegengesetzte Taten.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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