Zum Inhalt der Seite

2022 rund 15.500 Anschlüsse abgehört

Bonn. In der Bundesrepublik haben Strafverfolgungsbehörden im Jahr 2022 offiziell rund 15.500 Telefon- und Internetanschlüsse abgehört. Das teilte das Bundesamt für Justiz am Donnerstag in Bonn mit. Das seien zehn Prozent weniger als im Jahr 2021. Den Angaben aus Bonn zufolge wurden solche Überwachungsmaßnahmen im Rahmen von insgesamt knapp 5.000 Ermittlungsverfahren angeordnet. Dabei handele es sich um einen Rückgang um 3,7 Prozent im Vergleich zu Vorjahr. Die meisten Verfahren gab es demnach in Bayern (1.300), gefolgt von Hessen (640) und Baden-Württemberg (570). Bei den meisten Überwachungen ging es laut Bundesamt um mutmaßliche Straftaten im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelgesetz, Betrug oder Tötungsdelikten. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2024, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!