-
02.04.2024
- → Feuilleton
Louis Gossett gestorben
Der US-Schauspieler Louis Gossett Jr., der 1983 als erster Schwarzer einen Oscar für die beste männliche Nebenrolle erhielt, ist tot. Er sei im Alter von 87 Jahren gestorben, wie seine Familie am Freitag mitteilte. Bis zuletzt hatte er gearbeitet, erst im vergangenen Jahr war er in dem Musicalfilm »Die Farbe Lila« zu sehen. Vor Gossett hatten nur zwei Schwarze einen Schauspieloscar gewonnen: Hattie McDaniel (1940) für die beste weibliche Nebenrolle in »Vom Winde verweht« und Sidney Poitier als Hauptdarsteller in »Lilien auf dem Felde« (1964). Gossett nahm im April 1983 mit damals 46 Jahren als erster schwarzer Nebendarsteller die vergoldete Trophäe für seine Rolle in dem Film »Ein Offizier und Gentleman« entgegen. Darin spielte er einen Ausbilder bei der US-Marine, der seine Schüler einem brutalen Drill unterzieht. Mit einer Stiftung setzte sich der Schauspieler gegen Diskriminierung und Rassismus ein. Der gebürtige New Yorker hatte schon mit 17 auf der Theaterbühne gestanden. Seinen ersten Filmauftritt hatte Gossett 1961 an der Seite von Sidney Poitier in dem Drama »Ein Fleck in der Sonne«. Seine Fernsehrolle als Sklave in der Südstaatenserie »Roots« (1977) brachte ihm eine Emmy-Trophäe ein. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!