Zum Inhalt der Seite

Grönland stellt eigene Sicherheitsstrategie vor

Foto: Julia Wäschenbach/dpa
Schnee, Eis und jetzt auch eine eigene Sicherheitsstrategie: Die grönländische Hauptstadt Nuuk (4.5.2017)

Nuuk. Grönland hat eine eigene Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie präsentiert. Die grönländische Regierung stellte am Mittwoch ihre Strategie unter dem Titel »Nichts über uns ohne uns« vor. Damit will die größte Insel der Erde mehr Verantwortung für ihre Außenpolitik übernehmen. Bislang hat weiterhin Dänemark die Entscheidungsgewalt in Außen- und Sicherheitsfragen. Nach Angaben der grönländischen Zeitung Sermitsiaq handele es sich deshalb um einen »epochalen Schritt«.

Grönland gehört zum dänischen Königreich, ist aber nach innen weitgehend autonom. Es hat eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament. Bei der Außen- und Sicherheitspolitik entscheidet jedoch noch immer Dänemark. Mit der neuen Strategie will Grönland für 2024 bis 2033 eigene Ziele festlegen. Dazu zählen Schwerpunkte wie der Frieden in der Arktis und die Zusammenarbeit mit der NATO. Als wichtigste grönländische »Partner und Verbündete« werden darin Dänemark und die USA beschrieben. Der Wunsch nach weitreichender Autonomie ist in Grönland sehr ausgeprägt. Finanziell ist die Insel mit ihren nur knapp 57.000 Einwohnern jedoch stark von Kopenhagen abhängig. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 22.02.2024, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen