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Biathlon

Zu früh geschossen

Lenzerheide. Staffelolympiasieger Sturla Holm Lægreid (26) durfte nach einem Zwischenfall mit seiner Waffe nicht beim letzten Rennen des Biathlonweltcups in Lenzerheide antreten. Wie der Weltverband IBU am Sonntag mitteilte, wurde beim Trockentraining in der Teamunterkunft der Mannschaft in der Schweiz versehentlich ein Schuss abgefeuert. Dabei handelt es sich um einen klaren Verstoß gegen die strengen Sicherheitsregeln, der von IBU und Wettkampfjury sofort bestraft wurde. Personen kamen nicht zu Schaden, hieß es.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag, wie Lægreid der norwegischen Zeitung VG sagte. Er habe fälschlicherweise ein volles Magazin zum Trockentraining eingesetzt, normal wird dafür ein leeres genutzt, sonst können die Kleinkaliberwaffen nicht genutzt werden. Lægreid schoss ein Loch in einen Hocker an der Wand, mehr passierte nicht, sagte er.

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Die Norweger meldeten den gefährlichen Fauxpas selbst, für dieses »verantwortungsvolle Verhalten« gab es Lob von der IBU. Der Fall wird nun auch von den Behörden in der Schweiz untersucht, Lægreid wurde bereits von der Polizei befragt. Es werde geprüft, ob es weitere Konsequenzen geben könnte, teilte der norwegische Verband mit. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2023, Seite 16, Sport

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