-
18.11.20231 Leserbrief
- → Inland
Merz lässt weiteres Sondervermögen prüfen
Berlin. Unionsfraktionschef Friedrich Merz lässt nach dem Karlsruher Haushaltsurteil auch das Sondervermögen für die »Energiepreisbremsen« auf Verfassungsmäßigkeit überprüfen. Er rechne Ende nächster, Anfang übernächster Woche mit einem ersten Ergebnis eines von ihm in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens, ob das Urteil zur Übertragung von Coronamilliarden auf den sogenannten Klima- und Transformationsfonds (KTF) auch für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) gelte, sagte der CDU-Chef am Donnerstagabend im ZDF-»Heutejournal«. Auf dieser Grundlage werde die Union entscheiden, ob sie auch gegen diesen Fonds nach Karlsruhe gehe. Aus dem WSF werden die »Energiepreisbremse« finanziert, die in der Nacht zu Freitag vom Bundestag bis März verlängert wurden. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Thomas Elstner aus Gera 18. Nov. 2023 um 20:39 UhrHallo liebe Linke, Friedrich Merz lässt nach dem Karlsruher Haushaltsurteil auch das Sondervermögen für die »Energiepreisbremsen« auf Verfassungsmäßigkeit überprüfen. Lassen wir doch auch das 100 Mrd. Euro Sondervermögen fürs Militär überprüfen! Die Forderung für mehr Sozialausgaben soll ja auch einen Finanzierungsvorschlag enthalten. Ich nenne das schlicht Umwidmung. Thomas Elstner, Gera
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!