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Ägypten sichert UN Nutzung von Grenzübergang nach Gaza zu

Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
Rauchsäulen nach einem israelischen Luftangriff am Rafah-Grenzübergang zwischen Gaza und Ägypten (10.10.2023)

New York. Ägypten hat den Vereinten Nationen die Öffnung seiner Grenze nach Gaza für humanitäre Hilfslieferungen zugesichert. Der nahe des Übergangs Rafah gelegene Flughafen in Al-Arisch auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel könnte ebenfalls genutzt werden, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York: »Damit der Grenzübergang tatsächlich genutzt werden kann, müssen wir auch die Zusicherung der israelischen Seite haben, dass der Grenzübergang nicht zum Ziel wird. Wir brauchen Zusicherungen, dass humanitäre Hilfe geleistet werden kann.«

Rafah ist der einzige Grenzübergang vom Gazastreifen nach Ägypten. Alle anderen Grenzübergänge führen nach Israel. Zuletzt waren sämtliche Übergange geschlossen. Im Gazastreifen leben rund 2,3 Millionen Palästinenser.

Die große Mehrheit sei auf Unterstützung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung angewiesen, sagte Tamara Alrifai, Kommunikationschefin des UN-Hilfswerks für Palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). Israel hat nach den Angriffen aus dem Gazastreifen am Wochenende eine Blockade über das Gebiet verhängt.

650.000 Menschen im Gazastreifen haben nach UN-Angaben vom Mittwoch nicht genügend Trinkwasser. Israelische Luftangriffe hätten sieben Einrichtungen beschädigt, die über eine Million Menschen mit Wasser und sanitären Einrichtungen versorgt hatten, teilte Dujarric weiter mit: »In manchen Gegenden sammeln sich inzwischen Abwässer und Abfälle auf den Straßen an, was offensichtlich eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellt.« (dpa/jW)

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Erschienen am 12.10.2023, Ausland

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