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Radioaktive Wildschweine

München. Die radioaktive Belastung von Wildschweinen in Bayern geht einer Studie zufolge stärker auf Atomwaffenversuche als auf den GAU von Tschernobyl zurück. Untersucht wurden rund 50 Wildschweine, die 2019 bis 2021 in Bayern erlegt wurden. Bis zu 68 Prozent des in den Tieren nachgewiesenen Cäsiums stammten aus Atomwaffen, die bis 1963 in den USA und der Sowjetunion oberirdisch getestet wurden, heißt es im Fachmagazin Environmental Science & Technology. Die Tiere dürften das Cäsium über ausgegrabene Hirschtrüffel aufgenommen haben, teilten die Forscher mit. Das Isotop wandere langsam durch den Boden. Das Tschernobyl-Cäsium sei beim Hirschtrüffel »noch gar nicht in vollem Ausmaß angekommen«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2023, Seite 5, Inland

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