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Film

Thomas Plenert gestorben

Der Kameramann Thomas Plenert ist am 15. Juli 2023 im Alter von 72 Jahren in Mecklenburg gestorben, wie die Akademie der Künste am Dienstag mitteilte. Plenert war seit 1997 deren Mitglied. 1951 in Nauen geboren, studierte er an den renommierten ­Filmhochschulen in ­Babelsberg und Lodz. Was sein Werk besonders auszeichnet, so die Akademie, seien seine jahrzehntelangen Arbeitsbeziehungen zu wichtigen Filmemachern. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Maler Jürgen Böttcher etwa entstand 1982 die Trilogie »Verwandlungen«, drei Kurzdokumentationen über das Übermalen von ­Kunstpostkarten. In ihrem experimentellen Charakter sind sie Meilensteine für die Produktion der Defa-Studios. Plenerts Werk allein fürs Kino umfasst an die hundert Dokumentar- und Spielfilme, darunter »Winter adé« (Helke Misselwitz 1988), »Verriegelte Zeit« (Sibylle Schönemann, 1991) oder die Dokumentarfilme von Volker Koepp (»Märkische Trilogie«, 1989–1991). Thomas Plenert erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Deutschen Filmpreis für »Kalte Heimat« (Volker ­Koepp, 1995), 2006 den Grimme-Preis und 2008 den Defa-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2023, Seite 10, Feuilleton

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