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Panama: Ex-Präsident Martinelli zu zehn Jahren Haft wegen Geldwäsche verurteilt

Foto: Arnulfo Franco/AP/dpa
Ricardo Martinelli (Panama-Stadt, 12.6.2019)

Panama-Stadt. Panamas früherer Präsident Ricardo Martinelli ist zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Er wurde wegen Geldwäsche beim Kauf einer Verlagsgruppe mit öffentlichen Mitteln im Jahr 2010 für schuldig befunden, wie das Justizwesen des mittelamerikanischen Landes am Dienstag mitteilte. Martinelli weist die Vorwürfe zurück und kann noch Berufung einlegen. Er will der bei der Wahl im kommenden Jahr erneut kandidieren.

Der 71jährige neoliberal orientierte Unternehmer, der für die von ihm selbst gegründete und finanzierte Partei Cambio Democrático angetreten war, regierte Panama von 2009 bis 2014. Gegen den Ex-Präsidenten wird auch in anderen Korruptionsfällen ermittelt. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht Bestechungsgelder angenommen zu haben.

Vier weitere Angeklagte im sogenannten New-Business-Prozess erhielten Freiheitsstrafen von bis zu acht Jahren. Die zuständige Richterin entschied auf Beschlagnahme der Aktien und des Vermögens des Verlags Editora Panamá América zugunsten des Staates. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen am 19.07.2023, Ausland

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