-
13.06.2023
- → Betrieb & Gewerkschaft
Neue Abmahnung für Verdi-Vorstandskandidat
Berlin. Am Wochenende erhielt der Kandidat für den Verdi-Bundesvorstand, Orhan Akman, die vierte und »letzte Abmahnung« von der Verdi-Personalabteilung. Wie Akman am Sonntag auf seiner Internetseite mitteilte, sei der Grund sein Artikel »Schlecht verhandelt« gewesen, der am 27. April in der jungen Welt veröffentlicht wurde. Darin diskutierte er unter anderem die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und der Deutschen Post. Die Gewerkschaft, bei der Akman angestellt ist, werfe ihm demnach vor, seine »Loyalitätspflichten« und »arbeitsvertragliche Pflichten« zu verletzten.
Akman, der den Artikel als Verdi-Mitglied und Kandidat des Bundesvorstands geschrieben hat, verweist auf den Grundsatz der freien Meinungsäußerung, der sowohl in der Satzung seiner Gewerkschaft als auch im Grundgesetz, garantiert sei. Unabhängig davon betonte Akman die Notwendigkeit, Gewerkschaftshandeln auch politisch zu diskutieren, um Durchsetzungsstärke zu entfalten und die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Mitglieder und »aller Beschäftigten dauerhaft zu verbessern«. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
