Zum Inhalt der Seite

Britisches Parlament: Hungersnot war Völkermord

Foto: Ukrainian Presidential Press Service/Handout via Reuters
Der britische Premier Sunak vor »Holodomor«-Denkmal in Kiew (19.11.2022)

London. Das britische Parlament hat die Hungersnot, die Anfang der 1930er Jahre mehrere Republiken der Sowjetunion heimsuchte, als geplanten Völkermord an Ukrainern eingestuft. Das Unterhaus in London verabschiedete am Donnerstag einstimmig eine Entschließung, die die konservative Abgeordnete Pauline Latham eingebracht hatte. Die Entscheidung des Parlaments ist für die britische Regierung nicht bindend.

Zuvor hatten unter anderem der Bundestag sowie das EU-Parlament den sogenannten Holodomor (»Mord durch Hunger«) als Genozid anerkannt. Wie aus Lathams Worten hervorgeht, verfolgt der Beschluss vor allem den Zweck, im gegenwärtigen Krieg in der Ukraine geschichtspolitisch zu punkten: »Die Sowjetunion hat Millionen Ukrainer mit einer Politik des erzwungenen Hungerns und der erzwungenen Migration ermordet. Das erinnert an das, was heute in der Ukraine geschieht. Wie Stalin in den 1930er Jahren hat Putin heute das Ziel, die Nation der Ukraine und das Konzept der ukrainischen Identität zu zerstören.« (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 26.05.2023, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen