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Trump und Russland: Kritik an FBI

Washington. Ein US-Sonderermittler hat scharfe Kritik an den Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI zu mutmaßlichen Kontakten zwischen dem Wahlkampfteam von Donald Trump und Russland im Jahr 2016 geübt. Die Untersuchung sei auf Grundlage dünner Beweise eingeleitet worden und fehlerhaft, erklärte der unabhängige Bundesstaatsanwalt John Durham in seinem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht. »Weder die US-Strafverfolgungsbehörden noch die Geheimdienste scheinen zu Beginn der Untersuchung über konkrete Beweise für geheime Absprachen verfügt zu haben«, heißt es in dem 300seitigen Bericht. Zudem sei die Behörde mit zweierlei Maß vorgegangen, kritisierte der Sonderermittler. »Die Schnelligkeit und die Art und Weise«, mit der das FBI die Untersuchung während des Wahlkampfs eingeleitet und geführt habe, »basierend auf rohen, nicht analysierten und unbestätigten Geheimdienstinformationen«, zeige eine »bemerkenswerte Abweichung« von seinem Vorgehen in früheren Fällen, in denen es um mögliche Wahl­einmischung aus dem Ausland gegangen sei, heißt es mit Verweis auf Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton. Das FBI hatte die Ermittlungen kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 eingeleitet. In einer fast zweijährigen Untersuchung konnten keine hinreichenden Belege für illegale Absprachen gefunden werden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2023, Seite 6, Ausland

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