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Springreiten

Das ist es nicht wert

Liverpool. Nach dem Tod dreier Pferde beim traditionsreichen Pferderennen Grand National am Sonnabend auf der Rennbahn von Aintree nahe Liverpool fordern Aktivisten ein Ende der Wettbewerbe. »Solche Rennen müssen verboten werden, um zu verhindern, dass sich die brutalen Greueltaten, die wir diese Woche in Aintree gesehen haben, wiederholen«, sagte ein Sprecher der Tierschutzorganisation Animal Aid am Wochenende der britischen Nachrichtenagentur PA. Auch andere Gruppen verurteilten die Veranstaltung scharf. Einige Aktivisten kletterten zudem über Zäune und verschafften sich Zugang zur Rennbahn, wo sie sich an Hindernissen festklebten. Das Hindernisrennen steht trotz einer Entschärfung der Hindernisse und der Verringerung der Teilnehmerzahlen seit Jahrzehnten in der Kritik. Seit dem Jahr 2000 sind wegen zahlreicher Stürze der Jockeys mit ihren Pferden 62 Tiere zu Tode gekommen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2023, Seite 16, Sport

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  • Hannes Baum 18. Apr. 2023 um 10:57 Uhr
    Ach herrje, liebe Redaktion … Ihr erwartet von Euren Lesern, dass sie sich mit den Fachbegriffen aus American Football oder Tennis auskennen, ballert sie zu mit den für Laien (was die meisten sein dürften) unverständlichen Regeln von Baseball (jW vom 5.4.) und haut dann so einen Fauxpas raus. Dachzeile: Springreiten. Im Text geht es dann um Hindernisrennen. Das ist wie Dachzeile: Baseball, Text: Eishockey. Zur Erläuterung: Springreiten ist das auf dem rechteckigen Platz, wo Pferde einzeln in versammeltem Galopp mit (so man diese Einschätzung teilen mag) elegant gewandeten Reiterinnen und Reitern auf dem Rücken mehr oder minder freiwillig über bunte Stangen springen, die runterfallen, wenn das Pferd sie berührt (nennt sich dann Fehler, gibt i. d. R. vier Fehlerpunkte pro Abwurf). Hindernisrennen ist das, was meist auf einem Rundkurs (wie beim herkömmlichen Pferderennen) ausgetragen wird, wo Pferde im Pulk in gestrecktem Galopp von in bunte Seidenjacken gekleideten Jockeys über Hindernisse getrieben werden, denen sie oft nicht ausweichen können (so, wie es eben im besagten Fall beim Grand National der Fall ist), und das über mehrere Kilometer hinweg (beim Grand National sind es insgesamt 7,2 Kilometer, dabei sind 30 Hindernisse zu überspringen). Stürze sind durch die Art der Hindernisse und durch die Art des Rennens (im Pulk) häufig und haben oft krasse Folgen (Massensturz, schwerste Verletzungen etc.).
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