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Londoner Regierung schürt Rassismus

Rochdale. Die konservative Regierung Großbritanniens hat angekündigt, bei der Bekämpfung sexualisierter Gewalt den ethnischen Hintergrund zu politisieren. »Zu lange hat uns die politische Korrektheit davon abgehalten, abscheuliche Kriminelle auszusortieren«, sagte Premierminister Rishi Sunak. Innenministerin Sue-Ellen Braverman nahm ausdrücklich aus Pakistan stammende Männer als Täter ins Visier. Kritiker werfen Braverman vor, ihre Wortwahl stachele zu Hass gegen Minderheiten an. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2023, Seite 6, Ausland

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  • Onlineabonnent*in Ralf S. aus Gießen 3. Apr. 2023 um 20:34 Uhr
    Politische Korrektheit und Denkverbote, oje, oje! Endlich traut sich mal jemand, die Wahrheit auszusprechen! Freilich kommen Rechte nie auf die Idee, ein anderes Tätermerkmal, nämlich das Geschlecht, wahrzunehmen. Praktisch alle Täter sind Männer, da muss man nicht mal gendern, weil es wirklich alles Männer sind. Testosteron scheint da also eine zentrale Rolle zu spielen. Aber da kommen halt rechte Denkverbote ins Spiel. Und der Fokus der Öffentlichkeit soll wohl wieder auf die üblichen Feindbilder der Mehrheitsgesellschaft gelenkt werden, immerhin wurde erst neulich der lupenrein weiße Bio-Brite David Carrick, der immerhin 20 Jahre lang unbehelligt als Polizist Dutzende Frauen vergewaltigen konnte – und dass es so lange gut ging, sagt ja auch was über die Polizei aus – zu lebenslanger Haft verurteilt.
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