Zum Inhalt der Seite

Knesset schützt Netanjahu vor Absetzung

Tel Aviv. Die israelische Regierung schreitet mit ihrer »Justizreform« voran. Am Donnerstag verabschiedete die Knesset ein Gesetz, das es erschwert, einen amtierenden Ministerpräsidenten für amtsunfähig zu erklären. Die Novelle gilt als persönlich auf Regierungschef Benjamin Netanjahu zugeschnitten. Gegen den 73jährigen Likud-Chef läuft seit längerer Zeit ein Korruptionsprozess. Künftig wäre die Amtsenthebung eines Ministerpräsidenten nur wegen psychischer oder anderer Gesundheitsgründe möglich. Aus Protest gegen die »Justizreform« der neuen extrem rechten Regierung um Netanjahu gehen seit Monaten regelmäßig Tausende Israelis auf die Straße. Die Opposition verurteilte das neue Gesetz als »unanständig und korrupt«. Der Politiker Avigdor Lieberman kündigte an, vor dem Höchsten Gericht gegen das Gesetz vorzugehen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2023, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!