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Aussagen zu Helfern des NSU in Nürnberg

München. Die faschistische Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) verfügte möglicherweise über Helfer in Nürnberg. Das wurde laut einem Bericht des Nachrichtenportals BR 24 am Montag bei der Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses im Bayerischen Landtag bekräftigt. Zwei Zeugen – ein Redakteur und eine Sekretärin – berichteten vor dem Gremium davon, dass das Bekennervideo der Terroristen im November 2011 in einem unfrankierten Umschlag bei der Redaktion der Nürnberger Nachrichten eingegangen sei. Diese Aussage stützt die Annahme, dass es in der Region Nürnberg Unterstützer der Gruppe gegeben haben muss. Der Umschlag lief nach dem Tod der beiden Haupttäter in Eisenach bei der Redaktion ein. Der Ausschussvorsitzende Toni Schuberl (Grüne) nannte die Zeugen glaubwürdig. Holger Dreml von der CSU bemängelte, dass die Zeugen keine »Beweise« liefern könnten. 2011 hätten sie in ihren polizeilichen Aussagen die fehlende Briefmarke nicht erwähnt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2023, Seite 15, Antifaschismus

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