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Festivalfilm

Kino und Friedenskultur

Das größte Filmfestival Afrikas hat in Burkina Faso eröffnet. Das Panafrikanische Film- und Fernsehfestival von Ougadougou – kurz FESPACO – findet seit 1969 alle zwei Jahre in der Hauptstadt des französischsprachigen Staats in der Sahelzone statt. 15 Filme konkurrieren um den Preis »Goldener Hengst von Yennega« für den besten afrikanischen Film, darunter das Sahel-Drama »Sira« der burkinischen Regisseurin Apolline Traoré. Der Film über eine junge Frau, die von Dschihadisten entführt wurde, wurde auch bei der Berlinale gezeigt und gewann den Publikumspreis der Sektion »Panorama«. Nach der Eröffnung am Samstag läuft das Festival eine Woche lang. Auch Filme aus Tunesien, Nigeria und der Dominikanischen Republik sind vertreten. Insgesamt gibt es mehr als hundert Beiträge in verschiedenen Kategorien.

Dem verarmten Burkina Faso mit 21 Millionen Einwohnern machen bewaffnete dschihadistische Gruppen sowie Dürren und Hungerkrisen zu schaffen. Seit einem Militärputsch im Herbst regiert Übergangspräsident Ibrahim Traoré. Das nach einem Putsch ebenfalls von einer Militärregierung regierte Nachbarland Mali ist Ehrengastland des diesjährigen Festivals, das unter dem Motto »Afrikanisches Kino und Friedenskultur« steht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2023, Seite 11, Feuilleton

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