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Zensur

Was es auch braucht

Abgeordnete des Kölner Stadtrats haben sich über Parteigrenzen hinweg gegen ein geplantes Konzert des Pink-Floyd-Mitbegründers ­Roger Waters in Köln ausgesprochen. Die Grünen-Fraktion veröffentlichte am Dienstag einen entsprechenden offenen Brief, in dem die Geschäftsführung der Kölner Lanxess-Arena aufgefordert wird, »alles dafür zu tun, um das Konzert noch zu ­verhindern«, das für den 9. Mai 2023 geplant ist. Zu den Unterzeichnern zählen die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, der CDU, der SPD, der FDP, von Volt sowie zwei Fraktionslose. Man stelle »sich geschlossen gegen jeden Antisemitismus«, hieß es. Die schon lange anhaltende ­internationale Kampagne gegen Roger ­Waters, ­hauptsächlich wegen seiner Unterstützung der BDS-Bewegung gegen die israelische Besatzungspolitik, wurde zuletzt anlässlich einer geplanten Europatournee des Rockmusikers intensiviert. Nun macht man ihm auch zum Vorwurf, eine Mitschuld der NATO am Ukraine-Krieg behauptet zu haben. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sagte etwa in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen Anfang Februar über ihn, er sei »offenkundig zu einem aktiven BDS-Unterstützer und darüber hinaus -Verschwörungstheoretiker geworden«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2023, Seite 11, Feuilleton

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