Zum Inhalt der Seite
Krieg in der Ukraine

Zuviel Ärger

Die russische Vorsitzende der Jury des angesehenen Hans-Christian-Andersen-Preises für Kinder- und Jugendliteratur ist nach Ärger um ihre Ernennung zurückgetreten. Anastassija Archipowa habe ihren Rücktritt als Präsidentin der Jury für den Preis 2024 eingereicht, teilte die zuständige Organisation, das in Basel ansässige International Board on Books for Young People (IBBY), am Dienstag abend mit. Das IBBY-Exekutivkomitee habe den Rücktritt angenommen und die frühere Exekutivdirektorin Liz Page ernannt, um die Jury als Interimsvorsitzende zu leiten.

Die Illustratorin Archipowa war im September 2022 auf einem Kongress der Organisation in Malaysia zur Vorsitzenden der internationalen Preisjury gewählt worden. Mit Blick auf den russischen Krieg gegen die Ukraine hatten mehrere nationale IBBY-Abteilungen zuletzt ihren Rücktritt gefordert. Dänemarks Königin Margrethe II. hatte sich vor einer Woche als Schirmherrin des Preises zurückgezogen, der nach ihrem Landsmann Hans Christian Andersen (1805–1875) benannt ist. Er wird alle zwei Jahre vergeben und gilt als eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2023, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!