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Kritik an Preisbremsen für Strom und Gas

Berlin. An diesem Donnerstag soll der Bundestag über Preisbremsen für Strom und Gas abstimmen. Besitzer großer Häuser sollen mit »mehreren tausend Euro« im Jahr unterstützt werden, kritisierte Verdi-Chef Frank Werneke am Mittwoch. Mieter mit niedrigem oder mittlerem Einkommen erhielten nur »einige hundert Euro« und müssten mit einer »Verdoppelung der Preise im Verhältnis zu 2021« rechnen. »Damit sind unverändert viele Menschen überfordert.« Wie Werneke forderte auch die Chefin des Verbraucherzentrale- Bundesverbands, Ramona Pop, »Direktzahlungen« für Bedürftige. Außerdem forderte Pop die Bundesregierung auf, »Energiesperren zu verhindern«. Vertreter der deutschen Industrie monierten vor der Abstimmung, dass Unternehmen, die mit Hilfe der Preisbremsen hohe Staatshilfen in Anspruch nehmen, nur eingeschränkt Boni und Dividenden ausschütten dürfen sollen. (Reuters/dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2022, Seite 1, Inland

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