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Jeder zehnte hat noch nicht geheizt

Berlin. Jeder zehnte Bundesbürger hat trotz teilweise winterlicher Temperaturen im Spätherbst noch nicht geheizt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der dpa, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Mehrheit (90 Prozent) hatte den Ofen oder die Heizung bis Ende November zwar eingeschaltet, jedoch ihr Heizverhalten merklich verändert: 68 Prozent heizen demnach in dieser Saison weniger als im Vorjahreszeitraum. Rund die Hälfte der Befragten heizt nach eigenem Bekunden sogar deutlich weniger. Mehr als jeder zweite (56 Prozent) dreht den Regler runter, um Geld zu sparen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2022, Seite 5, Inland

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  • Istvan Hidy aus Stuttgart 12. Dez. 2022 um 17:00 Uhr
    Deutschland, bitte kein Wintermärchen. Der Winter ist da, Haushalte und Industrie fangen an zu heizen und die Bundesnetzagentur schlägt Alarm. Je kälter es nun jedoch wird, umso dringender wird Heizenergie für die fast 20 Millionen Häuser und Wohnungen benötigt, die wie gewohnt beheizt werden, egal, was es kostet. Gleichzeitig treibt das teure Gas in der Verstromung auch die Strompreise in die Höhe – ein politisch wie ökonomisch gefährlicher Sprengstoff.
    Im Moment sind die Speicher zwar noch gut gefüllt, allerdings leeren sie sich schneller, als es für ein Land mit ungeklärtem Nachschub gut ist. Die baden-württembergische grüngefärbte Regierung musste ihre Bürger schon auffordern, nachmittags kein Handy zu laden und keine Waschmaschine anzuwerfen, weil der Strom sonst zu knapp werden könnte!
    Mag sein, dass Deutschland sich irgendwie durchwurstelt durch dieses versprochene Wintermärchen in einer Jahreszeit, die bisher noch gar kein richtiger Winter ist. An dem Tag jedoch, an dem der letzte Speicher versiegt, werden sich einige Fragen mit neuer Brisanz stellen, die die Ampelregierung für sich eigentlich schon beantwortet glaubte.
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