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G7 wollen russische Führung vor Gericht bringen

Berlin. Die als G7 firmierenden stärksten westlichen imperialistischen Staaten, den Vorsitz der Gruppe hat Deutschland derzeit inne, wollen ihre Unterstützung für die Ukraine bei juristischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriff ausweiten. In einer am Dienstag unterschriebenen »Berliner Erklärung« einigten sich die G7 auf einen besseren Austausch von Beweismitteln und die gegenseitige Anerkennung dieser Beweise. Seit Beginn des Krieges im Februar seien die Ermittlungsbehörden in Kiew mit 50.000 Fällen von mutmaßlichen Kriegsverbrechen und etwa 600 Tatverdächtigen konfrontiert worden, sagte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) am Dienstag beim G7-Justizministertreffen in Berlin. Es bestehe »große Einigkeit, dass wir auch die russische Führungsebene belangen müssen«. Ukrainische Kriegsverbrechen waren kein Thema. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2022, Seite 1, Inland

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→ Leserbriefe
  • Gerhard Hoffmann aus Halberstadt 30. Nov. 2022 um 09:52 Uhr
    Wer belangt die ukrainische Führung für die von der ukrainischen Armee und ihren ausländischen Söldnern begangenen Verbrechen an der russischstämmigen Bevölkerung in der Ukraine? Gibt es, wie einst im völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien, womöglich doppelte Standards?