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Konzern spart Geld

Die 2,18 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des US-Buchverlags Simon & Schuster durch den Medienkonzern Bertelsmann ist endgültig gescheitert. Das deutsche Unternehmen teilte am späten Montag abend in Gütersloh mit, dass man nach Gesprächen mit dem Simon-&-Schuster-Gesellschafter Paramount Global nicht länger beabsichtige, das Urteil eines US-Gerichts anzufechten, das den Kauf aus kartellrechtlichen Gründen untersagt hatte. Paramount bestätigte in einer Börsenmitteilung, dass der Deal vom Tisch ist. Im November 2020 hatte Bertelsmann seine Pläne bekanntgemacht. Mit dem Zukauf wollte der Konzern seine Position in den USA ausbauen. Gegen das Urteil wollte er Berufung einlegen, doch Paramount unterstützte dieses Vorhaben US-Medienberichten zufolge nicht. Das Unternehmen bekräftigte allerdings, dass Simon & Schuster nicht zum Konzern passe, und deutete damit an, weiterhin nach einem Käufer zu suchen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2022, Seite 10, Feuilleton

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