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Kassen kritisieren Ampelpläne zu Kliniken

Berlin. Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur vermeintlichen Entlastung von Kliniken stoßen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen auf Kritik. »Wir teilen den Befund, dass in Deutschland zu viele Leistungen vollstationär statt ambulant erbracht werden«, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbands, der Rheinischen Post (Sonnabend). »Die vorgelegten Vorschläge werden das Ziel einer stärkeren Ambulantisierung aber nicht erreichen, im Gegenteil: Bisher vorgesehene Maßnahmen wie die erhebliche Erweiterung des Katalogs ambulant durchführbarer Operationen werden konterkariert.« Die neuen Regelungen zementierten die bisherigen Strukturen der stationären Versorgung, statt einen notwendigen »Strukturwandel« einzuleiten. »Ohne klar definiertes Leistungsspektrum für die neuen tagesstationären Behandlungen besteht die Gefahr, dass Patientinnen und Patienten zukünftig je nach Kalkül der Geschäftsführung über Nacht nach Hause geschickt werden«, sagte sie. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2022, Seite 5, Inland

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