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Kalifornischer Senat für Fast-Food-Rat

Los Angeles. Die Kalifornische Handelskammer appellierte am Donnerstag an den Gouverneur Gavin Newsom, sein Veto gegen Gesetz 257 einzulegen. Das Kernstück des als »Fast Food Recovery Act« bezeichneten Gesetzentwurfs ist die Einrichtung eines staatlichen Gremiums für Fast-Food-Ketten. Es ist befugt, Standards für Löhne, Arbeitszeiten und -bedingungen festzulegen. Dieser Rat soll Sitze für Unternehmens- und Beschäftigtenvertreter bereitstellen. Der Gesetzentwurf wurde am 29. August vom kalifornischen Senat verabschiedet und wird als nächstes auf dem Tisch des demokratischen Politikers landen. Fast-Food-Arbeiter hätten »noch nie eine Stimme am Arbeitsplatz« gehabt. Die »traditionelle Organisierung« hätte nicht funktioniert, zitierte die Los Angeles Times die ehemalige Abgeordnete Lorena Gonzalez am 29. August. Sie ist die ursprüngliche Verfasserin des Gesetzentwurfs, gehört dem Parlament inzwischen aber nicht mehr an. Der Entwurf scheiterte in der letzten Legislaturperiode mit zwei Stimmen in der Parlamentskammer, wurde aber im Januar nach einer Wiedereinführung durch den Abgeordneten Chris Holden – mit Änderungen – verabschiedet. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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