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UN-Hochkommissarin beklagt Druck

Genf. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, sieht sich im Zusammenhang mit einem geplanten Bericht über die Menschenrechtslage in der Xinjiang-Region in China unter starkem Druck. Das sagte sie knapp eine Woche vor dem Ende ihrer Amtszeit am Donnerstag in Genf. Sie bestätigte den Erhalt eines Briefs von rund 40 Regierungen, die sie von der Veröffentlichung des Berichts abhalten wollten. Länder nannte sie nicht. »Ich bin unter enormen Druck gewesen, sowohl, den Bericht zu veröffentlichen, als auch, ihn nicht zu veröffentlichen«, sagte Bachelet. Sie werde sich Druck aber niemals beugen. Ihr Büro arbeite daran, den Bericht wie versprochen noch im August zu veröffentlichen. Nach ihrem Besuch im Mai in China war Bachelet vorgeworfen worden, Beijing nicht genug kritisiert zu haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2022, Seite 7, Ausland

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