Zum Inhalt der Seite

Deutsche-Bank-Tochter: Rücktritt nach Razzia

Frankfurt am Main. Nach einer Razzia wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug ist der Chef der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS, Asoka Wöhrmann, am Mittwoch zurückgetreten. Wenige Stunden zuvor hatten Ermittler in Sachen »Greenwashing« bei der Vermarktung vorgeblich »grüner« Finanzprodukte die Firmenzentralen der DWS und der Deutschen Bank durchsucht. Die DWS-Aktie fiel bis zum Nachmittag um mehr als fünf Prozent. Der Etikettenschwindel bei ESG-Anlagen (Environment, Social, Governance), einem Megatrend der Finanzbranche, war 2021 durch eine »Whistleblowerin« ruchbar geworden, die den Unternehmensbereich Nachhaltigkeit geleitet hatte. DWS-Aufsichtsratschef und Deutsche-Bank-Vizechef Karl von Rohr zollte dem scheidenden CEO Respekt: »Asoka Wöhrmann hatte großen Anteil am Erfolg unserer Vermögensverwaltung in den vergangenen Jahren.« (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2022, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!