Zum Inhalt der Seite

Flüchtlinge: Vorwürfe aus Paris an London

Paris. Zwischen London und Paris ist ein Streit über den britischen Umgang mit den Flüchtlingen aus der Ukraine entbrannt, die vom nordfranzösischen Calais aus nach Großbritannien weiterreisen wollen. In einem Brief an seine britische Kollegin Priti Patel beklagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin einen »Mangel an Menschlichkeit« der britischen Behörden, die sich bei der Visavergabe stur stellten. Demnach seien 150 ukrainische Geflüchte an den Grenzposten aufgefordert worden, nach Paris oder Brüssel zu fahren, um in den dortigen britischen Konsulaten Visa zu beantragen. Großbritannien müsse in Calais echte konsularische Dienste anbieten, forderte Darmanin. Der britische Justizminister Dominic Raab erklärte gegenüber der BBC, Großbritannien könne nicht einfach die Tore öffnen. Ein derartiger Schritt helfe den »echten Flüchtlingen« nicht. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2022, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!