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Sudan: Tränengas gegen neue Massenproteste

Khartum. Zehntausende Menschen haben im Sudan erneut gegen die Militärherrschaft demonstriert. Einsatzkräfte setzten am Donnerstag Tränengas gegen die Demonstranten ein, Brückenverbindungen in die Hauptstadt Khartum wurden gesperrt. Erstmals seit Beginn der Proteste gegen den Militärputsch vom 25. Oktober wurden alle Telefonverbindungen ins In- und Ausland gekappt, auch Internetverbindungen wurden blockiert. Polizei und Militär patrouillierten überall in Khartum. Auch aus anderen Städten wurden Proteste gemeldet. Die Demonstranten in Khartum gelangten bis auf wenige hundert Meter an den Präsidentenpalast heran, das Hauptquartier von Militärchef Abdel Fattah Al-Burhan. Sie skandierten »Nein zur Militärherrschaft« und »Militärs in die Kasernen!«. Dann wurden sie von Soldaten, Polizisten und paramilitärischen Milizen mit Tränengas zurückgedrängt. Mehrere Verletzte wurden von den Demonstranten in Sicherheit gebracht. Bei den andauernden Protesten gegen die Militärjunta in den vergangenen Wochen sind bislang nach Angaben eines Ärztekomitees mindestens 48 Menschen getötet worden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2021, Seite 1, Ausland

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