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NRW stoppt Ausfallzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

Düsseldorf. Das NRW-Gesundheitsministerium erklärte am Freitag, die Verdienstausfallentschädigungen würden für Menschen ohne Covid-19-Impfschutz zum 11. Oktober auslaufen. Ausgenommen bliebe, wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen könne. Laut Infektionsschutzgesetz bekommen Menschen, die auf behördliche Anweisung in häusliche Isolation müssen, eine staatliche Entschädigung in Höhe des Verdienstausfalls. Das gilt nicht für diejenigen, die den Ausfall durch Inanspruchnahme einer empfohlenen Schutzimpfung hätten vermeiden können. Bisher wurde in diesen Fällen aber trotzdem gezahlt. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.09.2021, Seite 2, Inland

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  • Roland Winkler aus Aue 14. Sept. 2021 um 11:20 Uhr
    Pandemie-Irrenhaus, das könnte am besten treffen, was in diesem Lande gesundheitspolitisch vor sich geht. Spahn und Co. nennen das Gesundheitssystem zwar das weltweit beste, was aber schlecht der Realität entspricht. Noch vor Auftauchen erster Coronafälle liefen unsere Eliten und Politiker mit Freiheitsfahnen und -sprüchen durch das Land, und sie tun es weiterhin. Das wirkliche Freiheitsverständnis ihres Volkes, was ihm seit Jahrzehnten eingetrichtert wird, scheint nicht richtig zu Verstand gekommen zu sein. Wie sonst könnte der höchste Freiheitsverkünder des Landes, Joachim Gauck, Impfverweigerer »Bekloppte« nennen. Sie allesamt nehmen sich das Recht individueller Freiheit, ganz so, wie sie den Lehrer der Freiheit immer verstanden haben. Das hat nun nicht so funktioniert mit Corona, und nun werden aus der Not heraus Anreize für Impfverweigerer geschaffen, also für »Bekloppte« nach Gauck. Warum habe ich Depp mich eigentlich zeitig impfen lassen aus dem Verständnis der Solidarität mit meinen Mitmenschen und aus dem Vertrauen in den Impfstoff heraus, der vielleicht nicht nur Geschäftemachern gesunde Profite sichert. Mit Belohnungen vom Döner über die Bock- oder Bratwurst bis zum Kleinwagen wird die Impfbereitschaft schon gehandelt. Alle anderen Pleiten und Gaunereien noch einbezogen, was ist dann falscher: es Irrenhaus oder einfach stinknormalen Kapitalismus zu nennen?
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