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IW-Ökonomen fordern Rente mit 70

Köln. In der Debatte um ein höheres Rentenalter schlägt das konzernnahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) einen Rentenbeginn mit 70 Jahren vor. »Mit einer fortgesetzten Anhebung der Regelaltersgrenze bis auf 70 Jahre ab 2052 ließe sich der Beitragsanstieg (…) bremsen und gleichzeitig das Sicherungsniveau stabilisieren«, heißt es in einem Kurzbericht des IW. Als eine Möglichkeit wird genannt, den abschlagsfreien Rentenbeginn nach 2031 pro Jahr um zwei Monate nach hinten zu verschieben. Erst kürzlich hatte der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68 Jahre vorgeschlagen, was auf Ablehnung stieß. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2021, Seite 5, Inland

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  • Reinhard Hopp aus Berlin 10. Juni 2021 um 22:02 Uhr
    Vielleicht hätte man Menschen über 60 gar nicht erst gegen Covid-19 impfen sollen, denn jetzt werden die womöglich auch noch 80 Jahre und älter. Und wer weiß, wie lange die nächste Pandemie noch auf sich warten lassen wird. Das optimale Modell bestünde jedoch darin, sie so lange malochen zu lassen, bis sie von sich aus einfach umfallen; also Altersrenteneintritt frühestens bei einer individuellen Restlebenserwartung nahe null bzw. bei amtsärztlicher Diagnose einer tödlichen Erkrankung im Endstadium. Dann wäre das Rentenproblem für immer gelöst und endlich sowohl »Stabilität« als auch »Generationengerechtigkeit« hergestellt – denn im wohlverdienten Tode sind wir ja angeblich alle gleich!
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