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Vorwurf: Fahrerüberwachung bei Lieferando

Berlin. Der Essenslieferant Lieferando sieht sich Vorwürfen der großflächigen Überwachung seiner Beschäftigten ausgesetzt. Pro Fahrer würden jährlich bis zu 100.000 Datenpunkte gesammelt, berichtete der Bayerische Rundfunk (BR) am Freitag. Das Unternehmen widersprach den Vorwürfen auf Anfrage der AFP. Mittels einer Erfassungsapp namens Scoober, über die die Fahrer ihre Aufträge entgegennehmen, soll deren Standort dem Bericht zufolge sekundengenau erfassbar sein. »Aus unserer Sicht liegt hier totale Überwachung vor. Wir halten es für völlig unverhältnismäßig«, kritisierte Lieferandos Betriebsratschef Semih Yalcin im Gespräch mit dem BR. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2021, Seite 2, Inland

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