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Streit mit Hohenzollern wohl Fall für Gericht

Potsdam. Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) zufolge wird der Streit mit den Hohenzollern um Entschädigungen für enteignete Immobilien vor Gericht entschieden. »Berlin hat sich klar ablehnend positioniert, der Bund sehr skeptisch. Und es ginge ja nur mit allen gemeinsam«, sagte Lange am Wochenende der Nachrichtenagentur dpa. Die Hohenzollern fordern eine Entschädigung von 1,2 Millionen Euro. Die zuständige Behörde des Landkreises Oder-Spree lehnte dies 2015 mit der Begründung ab, Kronprinz Wilhelm von Preußen habe dem Nazisystem erheblichen Vorschub geleistet. Dagegen klagen die Hohenzollern. Ohne Einigung soll der Prozess im Herbst weitergehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2021, Seite 4, Inland

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