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Kulturpolitik

Weiteres Jahr für Kollwitz-Haus

Die Aufgabe des Käthe-Kollwitz-Hauses im sächsischen Moritzburg ist für 2021 abgewendet: Der »Kulturraum Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge« hat seinen Förderanteil an der Stiftung Käthe-Kollwitz-Haus in diesem Jahr um rund 2.500 Euro auf insgesamt 27.200 Euro erhöht. Der Fortbestand des Museums ist jedoch weiterhin gefährdet. Der Stadtrat (stärkste Kraft ist die CDU mit 28,1 Prozent, zweitstärkste die AfD mit 25,3 Prozent) ist an einem Erhalt nicht interessiert, der Kulturraum hatte seine Förderung 2020 von 50.000 Euro auf 17.000 Euro reduziert. Das Kollwitz-Haus hat bei der sächsischen Landesregierung um den Ausgleich der gekürzten Mittel nachgesucht. Am 2. März steht ein Gespräch im zuständigen Dresdner Ministerium an. In einer Internetpetition wird der Erhalt der Gedenkstätte gefordert. ­(kurzelinks.de/MoritzburgKollwitzPetition)

Das Museum ist im zum Moritzburger Schloss gehörenden Rüdenhof untergebracht, dem letzten Wohnort der Künstlerin und Sozialistin vor ihrem Tod am 22. April 1945. Schon zu DDR-Zeiten befand sich dort seit 1951 eine bescheidene Gedenkstätte. Vor 25 Jahren wurde dieses Gebäude zum Museum, das vom Kollwitz-Museum Köln unterstützt, von einem Freundeskreis, einem Stiftungsbeirat und einem Kreis von Förderern aufrechterhalten wird. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.02.2021, Seite 11, Feuilleton

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