-
11.02.2021
- → Feuilleton
Liebe Kunsträuber …
Im Fall des vor neun Jahren in Athen gestohlenen Picasso-Werks »Frauenkopf« herrscht in Griechenland weiterhin Hoffnung, das Bild könne noch auftauchen. Entsprechend haben sich die griechische Kultusministerin Lina Mendoni sowie Kunstexperten und auch Ermittler geäußert, wie die griechische Zeitung To Proto Thema am Mittwoch berichtete. Es scheint demnach sicher, dass das Bild nie verkauft wurde, sondern sich immer noch in Griechenland und in den Händen der Diebe befindet. Der Anwalt und Kunstsammler Stelios Garipis richtete in der Zeitung einen Appell an die Kunsträuber, das Bild zurückzugeben.
Hintergrund der Debatte ist die Wiedereröffnung der Athener Pinakothek am 25. März, dem griechischen Nationalfeiertag. Die Pinakothek war nach dem skandalträchtigen Raub vor neun Jahren wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen geschlossen worden und soll nun – renoviert und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand – wieder öffnen. Picassos »Frauenkopf« hat dabei für Griechenland neben dem Schätzwert von rund 16,5 Millionen Euro eine weitere, besondere Bedeutung: Das Bild wurde dem Land einst vom Künstler höchstpersönlich für den Widerstand gegen die Nazis übergeben. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!