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Äthiopien will keine Untersuchung zu Konflikt

Addis Abeba. Eine unabhängige internationale Untersuchung der wochenlangen Kämpfe in der äthiopischen Region Tigray wird von der Regierung in Addis Abeba abgelehnt. »Die Tage, in denen wir auf einige westliche Institutionen warteten und zustimmend abnickten, was wir getan haben oder nicht, sind vorbei«, erklärte Äthiopiens Demokratisierungsminister Zadig Abraha am Donnerstag der Deutschen Welle. In deren englischsprachiger TV-Talkshow »Conflict Zone« sagte er: »Tigray ist jetzt sicher, wir kontrollieren jedes Dorf in Tigray.« Die Äthiopier seien vereinter denn je. Bei dem Konflikt sei es nicht um eine ethnische Auseinandersetzung gegangen. Die äthiopische Regierung hatte vor gut einem Monat eine Offensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) gestartet, die in der Region an der Macht war. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2020, Seite 1, Ausland

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