Zum Inhalt der Seite

Haft wegen Planung von rechtem Anschlag

Nürnberg. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat am Freitag einen 23 Jahre alten Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er einen rechtsterroristischen Anschlag geplant hatte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann vorhatte, sich aus Einzelteilen ein Sturmgewehr zusammenzubauen und eine größere Anzahl von Menschen zu töten. Der Oberpfälzer war seit 2019 in der Chatgruppe des rechten Terrornetzwerks »Feuerkrieg Division« aktiv. Dort habe der Mann erklärt, er wolle einen »Ort der Andacht« auswählen, an dem er zum »Heiligen« werde – ein Synonym in der Chatgruppe für das Verüben von Attentaten. Zudem soll er sich das »Manifest« des antisemitischen Attentäters von Halle heruntergeladen haben. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2020, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!