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Moskau stellt Bedingungen für NATO-Flüge

Moskau. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Vertrag über militärische Beobachtungsflüge hat Russland den noch beteiligten NATO-Staaten Bedingungen für einen Verbleib in dem Abkommen gestellt. Die Staaten müssten »feste Garantien« abgeben, dass sie nach Flügen über russisches Territorium keine Daten an die USA weitergeben, forderte das Außenministerium am Sonntag in Moskau. Russland reagierte damit auf den am gleichen Tag wirksam gewordenen Ausstieg der USA aus dem »Open Skies«-Abkommen. Sollte Moskau seine Forderungen nicht erfüllt sehen und ebenfalls aussteigen, wäre der Vertrag, der als einer der Eckpfeiler europäischer Sicherheit gilt, hinfällig. Russland werde die Entwicklung nun beobachten und anhand seiner Sicherheitsinteressen entscheiden, so das Außenministerium. Die USA hatten im Mai verkündet, den Vertrag zu verlassen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2020, Seite 1, Ausland

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